Saisonarbeit und angespannte Zeiträume — Weihnachten, Schlussverkauf und Black Friday
So behältst du den Überblick, wenn im Geschäft am meisten los ist
Einleitung
Einige Wochen im Jahr entscheiden überproportional viel über den Gesamtumsatz eines Ladens. Das Weihnachtsgeschäft, der Neujahrsschlussverkauf und in den letzten Jahren die Black-Friday-Woche sind allesamt Zeiträume, in denen sich der Kundenstrom vervielfacht und in denen die Vorbereitung den Unterschied macht zwischen einem Laden, der dem Druck standhält, und einem, der darin untergeht.
Vor dem Sturm — die Vorbereitung
Eine gute Hochsaison beginnt Wochen und nicht Tage im Voraus. Das Lager muss aufgefüllt, zusätzliche Schichten geplant werden, und alle — auch neue und befristete Mitarbeiter — müssen in die häufigsten Aufgaben eingewiesen sein: Kasse, Warenauffüllung und die laufenden Aktionen. Je besser das Personal vorbereitet ist, desto weniger Chaos entsteht, wenn die ersten Kunden hereinströmen.
- 01Bestelle zusätzliche Waren rechtzeitig — auch Lieferanten haben in der Hochsaison viel zu tun
- 02Plane den Dienstplan so, dass zu den geschäftigsten Zeiten zusätzliche Hände da sind
- 03Unterweise neue und befristete Mitarbeiter gründlich, bevor der Andrang beginnt
- 04Kampagnensysteme und Preisauszeichnung testen, bevor der Ausverkauf beginnt
- 05Vereinbart, wer was macht, wenn an der Kasse Schlange oder Hochbetrieb entsteht
Schlussverkauf und echte Preise
Wenn der Laden die Preise für den Ausverkauf oder Black Friday senkt, gilt die Regel des dänischen Marketinggesetzes, dass reduzierte Preise echt sein müssen: Ein 'Vorher-Preis' muss der Preis gewesen sein, zu dem die Ware in einem angemessenen Zeitraum vor der Senkung tatsächlich verkauft wurde. Den Preis kurz vor einem 'großen Rabatt' künstlich hochzusetzen, ist irreführende Werbung und untergräbt das Vertrauen des Kunden. Als Mitarbeiter legst du die Preise selten selbst fest, aber du musst für die Angebote einstehen können, die du verkaufst, wenn ein Kunde nachfragt.
Ruhezeit und Arbeitsstunden in der Hochsaison
Auch in der hektischsten Woche gelten die allgemeinen Regeln zur Ruhezeit. Das Arbeitsschutzgesetz und die Verordnung über Ruhezeit und freie Tage verlangen grundsätzlich mindestens 11 zusammenhängende Stunden Ruhe innerhalb jedes 24-Stunden-Zeitraums. Das bedeutet, dass ein Geschäft nicht einfach zusätzliche Schichten oben draufpacken kann, ohne zu berücksichtigen, wann die Mitarbeiter zuletzt frei hatten. Als Auszubildender hast du dasselbe Recht auf Ruhe wie alle anderen Beschäftigten, und du solltest etwas sagen, wenn ein Dienstplan dir in der Praxis nicht die Ruhe gibt, auf die du Anspruch hast.
Mitten im Trubel den Überblick behalten
Wenn der Laden voller Kunden ist, verliert man leicht den Überblick über die Routinen: Wareneingang, Preisauszeichnung und Aufräumen können aufgeschoben werden, weil die Kunden alles ausfüllen. Der erfahrene Mitarbeiter findet im Trubel kleine Lücken, um das Wesentliche im Griff zu behalten — und weiß, dass ein paar Minuten Aufräumen mitten am Tag eine Stunde Chaos beim Ladenschluss spart.
Nach der Saison
Wenn das Weihnachtsgeschäft oder der Schlussverkauf vorbei ist, folgt oft ein natürlicher Rückgang, in dem Retouren, Umtausch und eine Zunahme von Reklamationen bearbeitet werden müssen. Nutze diese Zeit auch zur Auswertung: Was lief gut, was würdet ihr nächstes Jahr anders machen? Diese Erfahrungen sind Gold wert, wenn die nächste Hochsaison näher rückt.