Arbeitsumfeld, Sicherheit und Ergonomie im Detail
So passt du auf dich selbst, dein Team und dein Publikum auf — körperlich und psychisch
Einleitung
Ein Event sieht von außen glamourös aus, dahinter stecken aber körperliche Arbeit, lange Tage und eine große Verantwortung für die Sicherheit anderer Menschen. Gute Arbeitsbedingungen entstehen nicht von selbst — du planst sie von Anfang an mit ein. Hier betrachten wir die wichtigsten Bereiche, die du als Eventkoordinator im Griff haben musst, sowohl deinetwegen als auch wegen der Menschen um dich herum.
Die körperliche Arbeit beim Auf- und Abbau
Vor und nach einer Veranstaltung muss getragen, gehoben, gerollt und aufgebaut werden. Tische, Bühnenteile, Kisten mit Ausrüstung, Banner und Inventar bewegen sich nicht von selbst. Hier passieren die meisten körperlichen Verletzungen, wenn man es zu eilig hat. Lerne, mit den Beinen und geradem Rücken zu heben, nutze Hilfsmittel wie Sackkarren und Hebezeug und tragt schwere Dinge zu zweit, statt es allein zu erzwingen.
- 01Hebe dicht am Körper, mit gebeugten Beinen und geradem Rücken
- 02Verwende Sackkarre, Hubwagen und andere Hilfsmittel
- 03Verteilt schwere Hebevorgänge auf mehrere Personen
- 04Halte Wege und Fluchtwege während des Aufbaus frei
Ergonomie am Bildschirm und über lange Zeiträume
Zwischen den Veranstaltungen sitzt du oft stundenlang am Bildschirm, planst, kalkulierst und schreibst. Gute Ergonomie gilt auch hier: eine ordentliche Arbeitshaltung, Pausen, in denen du aufstehst, und ein Bildschirm auf Augenhöhe. Der Wechsel zwischen sitzender Planung und der aktiven Arbeit auf dem Platz ist eine Stärke für den Körper — aber nur, wenn beides ordentlich gemacht wird.
Psychisches Arbeitsumfeld — Druck, Fristen und Unvorhersehbarkeit
Das Eventfach ist deadlinegetrieben. Eine Veranstaltung kann nicht verschoben werden, weil sie noch nicht fertig ist — die Gäste kommen zum vereinbarten Zeitpunkt. Das bringt Phasen mit hohem Druck, langen Tagen und unvorhergesehenen Problemen mit sich, die hier und jetzt gelöst werden müssen. Das kann spannend sein, aber auch belastend, wenn es zu lange andauert. Gute Planung, klare Rollen und realistische Zeitpläne sind der beste Schutz gegen Stress.
Sicherheit für Publikum und Mitarbeitende
Als Koordinator trägst du eine Mitverantwortung dafür, dass sowohl Gäste als auch Mitarbeiter sicher sind. Das bedeutet klare Pläne für das Vorgehen bei einem Unfall, einem Brand oder einer Evakuierung, und dass alle im Team wissen, wer was tut. Sorge dafür, dass Fluchtwege frei sind, dass Erste Hilfe zugänglich ist und dass Sicherheitspersonal und Freiwillige unterwiesen sind. Bei großen Veranstaltungen wird mit regelrechten Sicherheits- und Notfallplänen gearbeitet.
Wetter, Strom und Ausrüstung
Findet die Veranstaltung im Freien statt, ist das Wetter für sich genommen ein Risikofaktor — Wind in Zelten, Regen auf der Elektronik und Hitze für das Publikum. Strom, Kabel und Technik müssen sicher verlegt werden, damit niemand stürzt oder einen Schlag bekommt. Prüfe die Ausrüstung immer, bevor sie in Betrieb genommen wird, und halte einen Plan B bereit, falls das Wetter umschlägt oder die Technik versagt.
Eine Kultur, in der es in Ordnung ist, Nein zu sagen
Das beste Arbeitsumfeld gibt es dort, wo man sich traut, etwas zu sagen, bevor etwas schiefgeht — dass eine Last zu schwer ist, dass ein Zeitplan nicht aufgeht oder dass ein Aufbau unsicher ist. Als Koordinator gibst du den Ton an. Hörst du dem Team zu und nimmst du Bedenken ernst, vermeidest du sowohl Verletzungen als auch schlechte Erlebnisse für die Gäste.