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Artikel·Mediengrafiker·Workflow und Druck

Vom Briefing zur druckfertigen Datei: der Arbeitsablauf

So steuerst du einen Grafikauftrag von Anfang bis Ende

Einleitung

Das grafische Handwerk ist ebenso sehr Prozess wie Ästhetik. Ein Designer, der den Arbeitsablauf steuert, liefert pünktlich, vermeidet teure Fehler und baut Vertrauen beim Kunden auf. Hier sind die Phasen, die du im Griff haben solltest.

Briefing und Recherche

Alles beginnt mit einem guten Briefing: Wer ist die Zielgruppe? Was ist die Botschaft? Welches Medium? Welcher Ton und welche Vorgaben (Logo, Farben, Schriften) müssen eingehalten werden? Je besser du die Aufgabe von Anfang an verstehst, desto weniger teure Umwege gibt es später. Fehlen Informationen, dann frage nach — Raten ist die Quelle der meisten Missverständnisse.

Idee, Skizze und Design

Beginne breit mit mehreren Skizzen, statt dich in die erste Idee zu verlieben. Arbeite danach die gewählte Richtung mit Typografie, Farbe, Bildern und Layout durch, sodass sie dem Briefing und einem eventuellen Designleitfaden gerecht wird. Behalte Ebenen, Benennung und Struktur in deinen Dateien im Griff — das zahlt sich aus, wenn korrigiert werden muss.

Korrektorat und Freigabe

  • 01Lies den gesamten Text Korrektur — Rechtschreibfehler entwischen in einem schönen Design leicht.
  • 02Sende deutliche Korrekturfassungen und notiere, wozu der Kunde Stellung nehmen soll.
  • 03Hol dir eine dokumentierte Freigabe, bevor du in die Produktion gehst.
  • 04Versioniere deine Dateien, damit du immer weißt, welche Ausgabe gilt.

Preflight und Druckvorbereitung

Preflight ist die technische Kontrolle, die sicherstellt, dass die Datei ohne Probleme gedruckt werden kann. Geprüft werden unter anderem Farbraum, Bildauflösung, eingebettete Schriften, Schnittmarken und Anschnitt (Bleed), damit beim Beschneiden keine weißen Ränder entstehen. Ein gründlicher Preflight ist der Unterschied zwischen einer reibungslosen Produktion und einem teuren Nachdruck.

Lieferung und Archivierung

Liefere im vereinbarten Format und bewahre sowohl die druckfertige Datei als auch das bearbeitbare Arbeitsdokument auf. Eine ordentliche Archivierung mit klaren Dateinamen sorgt dafür, dass du das Material finden und wiederverwenden kannst, wenn der Kunde mit einer neuen Aufgabe zurückkommt.