Arbeitsumfeld, Sicherheit und Ergonomie in der Werkstatt
So passt du auf dich auf in einer Maschinenwerkstatt
Einleitung
Eine Maschinenwerkstatt ist ein faszinierendes, aber auch anspruchsvolles Arbeitsumfeld. Du arbeitest mit rotierenden Maschinen, heißen Spänen, scharfen Kanten und chemischen Flüssigkeiten — und oft in konzentrierten Haltungen über lange Zeiträume. Wenn du die Risiken kennst, ist es ein sicherer Ort. Hier ist das Wichtigste, was du mitnehmen solltest.
Die Maschinen — Respekt, nicht Angst
Drehmaschinen, Fräsmaschinen und Schleifmaschinen können lose Kleidung, Schmuck oder lange Haare erfassen, wenn du nicht aufpasst. Deshalb arbeitest du mit angebrachten Schutzabdeckungen, hältst die Hände vom rotierenden Werkstück fern und hältst die Maschine an, bevor du misst oder Späne entfernst. Es geht nicht darum, Angst vor der Maschine zu haben, sondern darum, Routinen zu haben, die sie sicher machen.
- 01Verwende Schutzabdeckungen und Not-Aus immer so, wie sie gedacht sind
- 02Trage eng anliegende Kleidung und halte Schmuck und lange Haare von der Maschine fern
- 03Entferne niemals Späne mit den Fingern — benutze einen Haken oder eine Bürste
- 04Halte die Maschine an, bevor du das Werkstück misst oder justierst
- 05Halte Ordnung an der Maschine, damit du nicht stolperst oder etwas eingeklemmt wird
Augen, Ohren und Atemwege
Fliegende Späne und Schleifstaub können die Augen treffen, daher ist eine Schutzbrille fester Bestandteil der Kleidung. Maschinenwerkstätten sind oft laut, und anhaltender Lärm kann das Gehör schädigen — deshalb gehört dort, wo es nötig ist, Gehörschutz dazu. Bei manchen Prozessen können Rauch oder feine Partikel entstehen, und hier sind Absaugung und gegebenenfalls Atemschutz wichtig.
Kühl- und Schmiermittel
Bei der Bearbeitung werden oft Kühl- und Schmiermittel eingesetzt, die bei langem Kontakt die Haut reizen können. Handschuhe werden dort getragen, wo es sinnvoll ist — aber niemals an rotierenden Maschinen, wo ein Handschuh erfasst werden kann. Wasche die Hände gründlich und benutze Hautpflege, damit die Haut nicht austrocknet. Halte dich über die Sicherheitsdatenblätter der Flüssigkeiten auf dem Laufenden, die ihr verwendet.
Ergonomie — auch der Körper soll viele Jahre halten
Das Fach verlangt Präzision, und das bedeutet oft viele Stunden stehend oder vorgebeugt an einem Arbeitstisch oder einer Maschine. Das belastet mit der Zeit Rücken, Nacken und Schultern. Stelle die Arbeitshöhe so ein, dass du nicht krumm stehst, wechsle die Haltung und nutze Hilfsmittel, wenn du schwer hebst. Kleine Gewohnheiten im Alltag entscheiden darüber, wie es deinem Körper in zwanzig Jahren geht.
- 01Stelle Arbeitstisch und Maschine auf deine eigene Höhe ein
- 02Wechsle im Lauf des Tages zwischen Aufgaben und Haltungen
- 03Hebe Schweres mit geradem Rücken und benutze bei großen Teilen eine Hebehilfe
- 04Mache Pausen und dehne dich — auch wenn die Aufgabe spannend ist
Sicherheit ist ein Mannschaftssport
Das beste Arbeitsumfeld entsteht, wenn alle in der Werkstatt aufeinander achten. Sag etwas, wenn eine Schutzabdeckung fehlt oder ein Kollege unsicher arbeitet. In größeren Betrieben gibt es eine Arbeitsschutzorganisation, an die du dich wenden kannst — und als Auszubildender hast du das volle Recht, Nein zu sagen, wenn sich etwas gefährlich anfühlt.
“Das beste Handwerk ist nichts wert, wenn du nicht die Finger und das Gehör behältst, um es einzusetzen.”