So ist die Werkzeugmacherausbildung aufgebaut
Grundforløb, Hovedforløb und der Wechsel zwischen Schule und Praktikum
Einleitung
Die Werkzeugmacher-Ausbildung ist eine Berufsausbildung (erhvervsuddannelse), bei der du zwischen Schule und Arbeit im Betrieb wechselst. Das bedeutet, dass du das, was du im Klassenraum und in der Werkstatt lernst, laufend an echten Produktionsaufgaben erprobst. Hier bekommst du einen Überblick, wie der Ablauf aufgebaut ist und was nötig ist, um anzufangen.
Die beiden Grundlehrgänge
Kommst du mehr oder weniger direkt aus der 9. oder 10. Klasse, beginnst du mit dem Grundkurs 1 (GF1). Hier verbringst du das erste halbe Jahr damit, in den Hauptbereich hineinzuschnuppern, die grundlegenden Fächer zu festigen und herauszufinden, ob das Fach etwas für dich ist. Der Grundkurs 2 (GF2) ist stärker auf das Werkzeugmacherfach ausgerichtet — hier arbeitest du gezielt an deinem Fach und machst dich bereit für die Ausbildung in einem Betrieb. Beide Grundkurse dauern etwa ein halbes Jahr.
Der Hauptkurs — der größte Teil
Der Hauptkurs ist der längste Teil der Ausbildung und findet teils in der Schule, teils als betriebliche Ausbildung in einem Unternehmen statt. Die Schulperioden liegen in mehreren Blöcken über den Verlauf verteilt, und dazwischen arbeitest du in deinem Lehrbetrieb. Zum Schluss schließt du mit einer Gesellenprüfung ab, in der du zeigst, dass du das Fach beherrschst.
| Teilen | Was passiert | Wo |
|---|---|---|
| Grundforløb 1 | Einführung in den Hauptbereich und die Grundfächer (typisch für dich direkt aus der Grundschule) | Berufsschule |
| Grundforløb 2 | Fachbezogener Unterricht, bereit für die betriebliche Ausbildung | Berufsschule |
| Hauptverlauf | Wechsel zwischen Schulperioden und betrieblicher Ausbildung, Abschluss mit der Gesellenprüfung | Schule + Ausbildungsplatz |
Wie lange dauert es?
Insgesamt dauert die Werkzeugmacherausbildung typischerweise zwischen viereinhalb und fünfeinhalb Jahren, je nach deinem Verlauf und deiner Wahl der Fachrichtung. Ein großer Teil der Zeit ist die Ausbildung im Betrieb, in der du Lohn erhältst.
Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen
Um aufgenommen zu werden, musst du grundsätzlich die Abschlussprüfung der Folkeskole mit mindestens der Note 2,0 im Durchschnitt sowohl in Dänisch als auch in Mathematik bestanden haben. Erfüllst du die Notenanforderung nicht, gibt es andere Wege hinein — z. B. über eine Aufnahmeprüfung und ein Gespräch an der Schule. Frage die jeweilige Berufsschule, wenn du dir bei deiner Situation unsicher bist.
EUX und Wege für Erwachsene
Willst du zusätzlich gymnasiale Fächer, kannst du die Ausbildung als EUX machen — dann bekommst du sowohl den Gesellenbrief als auch eine Studierfähigkeit, die den Weg zur weiterführenden Ausbildung öffnet. Bist du über 25 Jahre alt, kannst du einen Erwachsenenweg (euv) gehen, bei dem deine bisherigen Erfahrungen den Verlauf verkürzen können.
“Die Ausbildung ist so aufgebaut, dass Theorie und Praxis sich ständig begegnen — du lernst nicht nur über das Fach, du stehst mittendrin.”