Viele E-Autos werden an einer gewöhnlichen Steckdose geladen. Die dänische Erhvervsstyrelsen (früher Sikkerhedsstyrelsen) rät davon für den täglichen Gebrauch ab. Hier sind die Regeln für das Laden in Mode 2, die eigene Ladesteckdose, die Wallbox, die Anmeldung beim Netzbetreiber und das neue Recht des Mieters auf einen Ladepunkt ab 1. Januar 2026.
Einleitung
Ein E-Auto zieht viele Stunden lang Strom. Das ist eine andere Belastung als ein Staubsauger oder ein Wasserkocher, die ein paar Minuten laufen. Deshalb gibt es besondere Regeln dafür, wie das Auto geladen werden darf. Als Elektriker musst du dem Kunden den Unterschied erklären können, ob das Ladekabel in eine gewöhnliche Steckdose gesteckt oder eine Wallbox montiert wird.
Mode 2 an einer gewöhnlichen Steckdose
Mode 2 bedeutet, dass das Auto an einer gewöhnlichen Steckdose über ein Ladekabel mit Steuerbox geladen wird. Umgangssprachlich heißt das in Dänemark «Omaladen». Die dänische Erhvervsstyrelsen (früher Sikkerhedsstyrelsen) schreibt, dass die Installation nicht über längere Zeit mit mehr als 6 A belastet werden sollte. Die Behörde empfiehlt, tägliches Laden in Mode 2 an den Steckdosen der Wohnung zu vermeiden. Montiere stattdessen eine Wallbox oder nutze ein Mode-2-Kabel mit Industriestecker für eine Steckdose, die dafür ausgelegt ist.
Wenn die Steckdose stundenlang genutzt wird
Soll eine Steckdose länger als 2 Stunden mit mehr als 6 A belastet werden, muss sie dafür ausgelegt sein, und es sollte ein eigener Stromkreis gelegt werden. Die Begründung steht in der Installationsverordnung: Stromkreise für 1-phasige Geräte mit einem Nennstrom von mehr als 6 A, die erwartungsgemäß länger als 2 Stunden belastet werden, zählen nicht zur Anzahl der Stromkreise der Wohnung (BEK 1082 § 56 Abs. 4 Nr. 2). Der Ladestromkreis kommt also zu den Stromkreisen hinzu, die die Wohnung ohnehin haben muss.
Eine eigene Ladesteckdose
- 01Die Steckdose muss einen eigenen RCD haben, mindestens Typ A und höchstens 30 mA.
- 02Die Steckdose muss DS 60884-2-D1 oder EN 60309-1/-2 (Industriesteckdose) erfüllen.
- 03Die Steckdose sollte einen eigenen Stromkreis haben, wenn sie viele Stunden zum Laden genutzt wird.
Wallbox: welcher RCD?
Eine Wallbox (Mode 3) ist die Lösung, auf die der Leitfaden auf sik.dk für das tägliche Laden verweist. Grundsätzlich kann ein RCD Typ B verwendet werden. Hat die Wallbox eine eingebaute Sperre, die DC-Fehlerströme auf 6 mA begrenzt, wird der vom Hersteller vorgeschriebene Typ verwendet — typischerweise Typ A oder der neuere Typ F. In Wohnungen darf Typ AC nie als Fehlerschutz verwendet werden (BEK 1082 § 53).
Viele Ladestationen: Gleichzeitigkeitsfaktor 1
Montierst du mehrere Ladestationen, z. B. auf einem gemeinsamen Parkplatz, musst du mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor 1 rechnen. Das heißt, alle Stationen können gleichzeitig mit voller Leistung laden. Nur wenn es ein Lastmanagement (Load Sharing) gibt, darfst du mit weniger rechnen. Das Lastmanagement verteilt den verfügbaren Strom auf die Autos.
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