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Wahl des RCD-Typs

Typ AC, A, F oder B — so triffst du die richtige Wahl

Der RCD-Typ bestimmt, welche Fehlerstromformen der Schutzschalter erkennen kann. Wählst du falsch, können glatte Gleichfehlerströme den Schalter »blenden«, sodass er bei einem Fehler nicht auslöst. Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt durch die Auswahl.

  1. Typ AC sofort ausschließen

    Typ AC erkennt nur rein sinusförmigen Wechselfehlerstrom. Er ist in Wohnungen nicht zulässig und für Ladestationen ausdrücklich verboten. Verwende ihn nicht in neuen Installationen — beginne immer mindestens bei Typ A.

    Typ ACverboten in Wohnungen + Ladesäulen
  2. Typ A als Ausgangspunkt wählen

    Typ A erkennt sinusförmigen UND pulsierenden Gleichfehlerstrom und ist die Standardwahl in Wohn- und Gewerbebauten. Neue Wohnungen müssen mindestens 2 Stk. RCD Typ A mit max. 30 mA Bemessungsfehlerstrom haben.

    Neue Wohnungenmind. 2 × Typ A, 30 mA
  3. Typ F bei Frequenzumrichtern in Betracht ziehen

    Typ F deckt die Fehlerarten von Typ A plus bestimmte Mischfrequenzen von einphasigen Frequenzumrichtern ab (z. B. moderne Waschmaschinen und Wärmepumpen). Wähle ihn dort, wo der Hersteller des Geräts mindestens Typ F empfiehlt.

  4. Ladestation anhand der DC-Sperre auswählen

    Bei einer Ladestation hängt die Wahl davon ab, ob die Wallbox eine zugelassene, integrierte DC-Fehlerstromerkennung (RDC-DD ≤ 6 mA DC gemäß IEC 62955) hat. Fordere immer Herstellerunterlagen an, die dies bestätigen.

    RDC-DD≤ 6 mA DC (zugelassene Abschaltung)
  5. Typ A ODER Typ B für die Ladestation wählen

    Hat die Ladebox eine zugelassene DC-Fehlerstromerkennung, reicht Typ A (oder Typ F/A-EV). Hat sie KEINE zugelassene DC-Fehlerstromerkennung, ist Typ B erforderlich — er erkennt auch glatten Gleichfehlerstrom bis 1000 Hz. Typ A allein ist dann unzureichend, egal was die Branchenpraxis sagt.

    Ohne DC-AbschaltungTyp B erforderlich

    Typ B ist teurer (Richtwert ~1.500–3.000 kr./Stk., vat.dk), ist aber ohne zugelassene DC-Abschaltung gesetzlich vorgeschrieben.

  6. Bemessungsfehlerstrom und Ableitstromgrenze festlegen

    Beim Personenschutz ist I_ΔN max. 30 mA. Um Fehlauslösungen zu vermeiden, darf der summierte Betriebsableitstrom pro RCD-Gruppe 0,3 × I_ΔN nicht überschreiten — also max. 9 mA an einer 30-mA-Gruppe. Verteile die Verbraucher auf mehrere RCDs, wenn der Ableitstrom zu hoch wird.

    Max. Ableitstrom0,3 × I_ΔN (9 mA bei 30 mA)
  7. I_ΔN im TT-System prüfen

    In einem TT-System wird der Fehlerstrom durch den Widerstand des Erders begrenzt, und der Bemessungsdifferenzstrom muss I_ΔN ≤ 50 V / R_A erfüllen, wobei R_A die Summe der Widerstände von Erder und PE-Leiter ist. Nutze den RCD-Rechner für den konkreten Grenzwert.

    TT-AnforderungI_ΔN ≤ 50 V / R_A

Quelle

Erstellt nach DS/HD 60364-4-41 und DS/HD 60364-7-722 sowie dem Fachartikel »RCD-Typen und Ladestationen« (elsikkerhed.dk/ladestandere-i-boliger, tekniq.dk).

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