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Futterplanung und Raufutterproduktion

Vom Feld zum Futtertisch — Energie, Eiweiß und Qualität im Futter

Einleitung

Futter ist in den meisten Nutztierhaltungen der größte Einzelposten, und die Qualität des Futters entscheidet in hohem Maße sowohl über die Gesundheit der Tiere als auch über das Ergebnis der Produktion. Bei der Futterplanung geht es darum, eine Ration zusammenzustellen, die den Bedarf der Tiere an Energie, Protein, Fasern, Mineralien und Vitaminen deckt — ohne teurer zu füttern als nötig.

Grundfutter und Kraftfutter

Das Futter wird typischerweise in Raufutter und Kraftfutter unterteilt. Raufutter ist faserreiches Futter wie Gras, Silage, Heu und Stroh, und es ist die Grundlage des Futters für Wiederkäuer. Kraftfutter ist energie- und proteinreiches Futter wie Getreide, Raps- und Sojaprodukte, das zur Ergänzung des Raufutters eingesetzt wird, damit die Ration zur Leistung des Tieres passt.

  • 01Energie — wird bei Wiederkäuern oft in Futtereinheiten gemessen und treibt die Milch- und Fleischproduktion an.
  • 02Protein — notwendig für Wachstum, Milchbildung und Erhaltung.
  • 03Fasern (Struktur) — wichtig für den Pansen des Wiederkäuers und eine gesunde Verdauung.
  • 04Mineralstoffe und Vitamine — werden zugesetzt, um Mängel zu vermeiden.

Konservierung von Raufutter

Grundfutter muss von der Ernte bis zur Verwendung gelagert werden können, oft über den ganzen Winter. Die beiden häufigsten Methoden sind das Silieren und das Trocknen zu Heu. Beim Silieren wird das Erntegut luftdicht verpackt, sodass eine Milchsäuregärung das Futter konserviert und es auf einem niedrigen pH-Wert hält. Heu wird konserviert, indem das Erntegut so weit heruntergetrocknet wird, dass der Wassergehalt niedrig genug ist, um Schimmel und Fäulnis zu vermeiden.

Futterqualität und Analyse

Man kann dem Grundfutter seinen vollen Futterwert nicht ansehen. Deshalb werden Futterproben entnommen und unter anderem auf Energie-, Protein- und Fasergehalt sowie Gärqualität analysiert. Die Analyse dient dazu, einen präzisen Fütterungsplan aufzustellen und zu bestimmen, wie viel Kraftfutter ergänzt werden muss. Ein gutes Grundfutter senkt den Bedarf an zugekauftem Kraftfutter.

Fütterung in der Praxis

Wenn die Ration festgelegt ist, muss sie gleichmäßig und stabil vorgelegt werden. Plötzliche Wechsel, verdorbenes Futter oder zu wenig Struktur können Verdauungsprobleme verursachen. Frisches Wasser in ausreichender Menge gehört zum Fütterungsplan — der Wasserverbrauch folgt der Leistung. Die laufende Beurteilung von Körperkondition und Leistung der Tiere zeigt, ob der Fütterungsplan richtig liegt und ob er angepasst werden muss.