Von der Auszubildenden zur Betriebsleiterin: Ausbildungsweg und Karriere in der Landwirtschaft
Grundforløb, Hovedforløb und die vielen Wege, die nach der Gesellenprüfung weiterführen
Einleitung
Die Landwirtschaftsausbildung ist eine Berufsausbildung (EUD), die zwischen Unterricht an einer Landwirtschaftsschule und praktischer Ausbildung auf einem echten Betrieb wechselt. Der Weg vom Auszubildenden zum gelernten Landwirt — und weiter zum Betriebsleiter oder Selbstständigen — führt über mehrere klar definierte Stufen.
Grundforløb und Praktikum
Die Ausbildung beginnt mit einem Grundabschnitt, in dem der Schüler die grundlegenden fachlichen und allgemeinbildenden Fächer lernt und einen ersten Einblick in das Fach bekommt. Danach folgt ein Praktikum in einem Landwirtschaftsbetrieb oder einem anderen Betrieb der Branche, wo der Schüler gegen Lohn von einem erfahrenen Landwirt in die praktische Arbeit eingelernt wird, bevor er für den Hauptabschnitt an die Schule zurückkehrt.
Die Hauptkurse
| Ablauf | Typische Dauer | Inhalt |
|---|---|---|
| 1. Hauptabschnitt (hovedforløb) | Etwa 4 Monate | Grundlegende Fachtheorie in Pflanzenbau, Tierhaltung, Maschinen und Sicherheit |
| Praktikumszeitraum | Schwankt | Praktische Ausbildung auf einem Betrieb zwischen dem 1. und 2. Hauptgang |
| 2. Hauptabschnitt (hovedforløb) | Etwa 5 Monate | Vertiefung, Spezialisierung und Vorbereitung auf die Gesellenprüfung |
Nach abgeschlossenem 2. Hauptlehrgang und einer bestandenen Gesellenprüfung ist der Auszubildende ausgelernt und darf sich gelernter Landwirt nennen – mit den Rechten und der Verantwortung, die dazugehören.
Die Landwirtschaftsschulen
- 01Die Dalum Landbrugsskole auf Fünen, die unter anderem den Hauptkurs der Landwirtschaftsausbildung anbietet.
- 02Grindsted Landbrugsskole in Jütland, die ebenfalls Grund- und Hauptverlauf der landwirtschaftlichen Ausbildung anbietet.
- 03Die Bygholm Landbrugsskole bei Horsens, die neben der Landwirtschaftsausbildung auch die Weiterbildung zum Agrarökonomen anbietet.
Weiter nach der Gesellenprüfung
Der gelernte Landwirt kann als Angestellter in der Produktion bleiben, aber viele bauen lieber auf der Ausbildung weiter auf. Beliebte Weiterbildungen sind produktionsleder (Produktionsleiter) und agrarøkonom (Agrarökonom), die beide zur Leitung und Entwicklung einer größeren landwirtschaftlichen Produktion befähigen, sowie jordbrugsteknolog (Agrartechnologe), eine weiterführende Ausbildung mit Schwerpunkt auf Führung, Technik und Beratung in der Landwirtschaft.
Der Weg zum eigenen Betrieb
Für viele ist das langfristige Ziel, einen eigenen Betrieb zu führen oder zu besitzen. Das kann durch eine Gründung von Grund auf geschehen, durch eine Anstellung als Betriebsleiter mit schrittweise wachsender Verantwortung oder durch einen Generationswechsel, bei dem ein junger Landwirt einen bestehenden Betrieb übernimmt — oft von der Familie oder von einem Landwirt ohne einen naheliegenden Nachfolger. Unabhängig vom Weg erfordert es über die Facharbeiterausbildung hinaus solide Einblicke in Wirtschaft, Recht und Führung, die unter anderem über die Weiterbildungen aufgebaut werden.
“Die Gesellenprüfung ist nicht das Ende des Lernens — sie ist der Beweis dafür, dass du bereit bist, deine eigene Laufbahn im Fach aufzubauen.”
— Fachliche Anleitung zu Karrierewegen in der Landwirtschaft