Pflanzenbau: Boden, Kulturen und Fruchtfolge
Die Grundlage für den Anbau gesunder Kulturen mit hohem und stabilem Ertrag
Einleitung
Beim Pflanzenbau geht es darum, Kulturen so anzubauen, dass sie einen guten Ertrag bringen, ohne den Boden auszulaugen. Das erfordert Kenntnisse über die Eigenschaften des Bodens, die Ansprüche der Kulturen und das Zusammenspiel von Anbau, Düngung und Pflanzenschutz. Ein guter Pflanzenbauer denkt in ganzen Fruchtfolgen und ganzen Saisons, nicht nur im einzelnen Schlag im Hier und Jetzt.
Der Boden als Kulturmedium
Die Textur des Bodens — das Verhältnis zwischen Sand, Schluff und Ton — bestimmt, wie gut der Boden Wasser und Nährstoffe hält. Lehmboden hält Nährstoffe gut, kann aber schwer zu bearbeiten und schlecht dräniert sein. Sandboden ist leicht zu bearbeiten und dräniert schnell, trocknet aber leicht aus und wäscht Nährstoffe aus. Die meisten dänischen Felder liegen irgendwo dazwischen.
Der Gehalt des Bodens an organischem Material (Humus) beeinflusst sowohl Fruchtbarkeit und Struktur als auch die Fähigkeit, Wasser zu halten. Eine gute Bodenstruktur mit stabilen Krümeln schafft Platz für Luft, Wasser und Wurzeln, und das ist eine Voraussetzung für gesunde Pflanzen.
Die Fruchtfolge und ihre Vorteile
Fruchtfolge bedeutet, dass man auf demselben Feld von Jahr zu Jahr zwischen verschiedenen Kulturen wechselt. Eine durchdachte Fruchtfolge durchbricht Krankheits- und Schädlingszyklen, weil viele Schaderreger an bestimmte Kulturen gebunden sind. Sie verteilt außerdem den Nährstoffbedarf über die Zeit und kann die Bodenstruktur verbessern.
- 01Hülsenfrüchte (z. B. Erbsen und Klee) binden Stickstoff aus der Luft über Knöllchenbakterien und hinterlassen Stickstoff für die nachfolgende Kultur.
- 02Getreide ist die Hauptkultur in vielen Fruchtfolgen und stellt moderate Ansprüche an den Boden.
- 03Wurzelgemüse und Hackfrüchte lockern den Boden und ermöglichen eine mechanische Unkrautbekämpfung.
- 04Zwischenfrüchte bedecken den Boden im Herbst, halten Nährstoffe zurück und schützen vor Erosion.
Die Planung der Saison
Die Planung beginnt im Herbst oder Winter mit der Wahl der Kulturen und Schläge. Danach folgen Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngung und die laufende Kontrolle des Bestandes während der Wachstumssaison. Ernte und anschließende Bodenbearbeitung schließen den Zyklus ab und bereiten den Schlag auf die nächste Kultur vor.
Feldbewässerung, Pflanzenschutz und Düngung müssen an die jeweilige Kultur und die aktuelle Wetterlage angepasst werden. Deshalb sind regelmäßige Feldbegehungen — bei denen man das Feld abgeht und den Zustand der Pflanzen beurteilt — ein zentraler Teil der Arbeit im Pflanzenbau.