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Abfahrtskontrolle — der systematische Rundgang um den Bus

Die tägliche Kontrolle vor der ersten Abfahrt

Die Abfahrtskontrolle (die tägliche Prüfung) liegt in der Verantwortung des Fahrers, bevor der Bus in Betrieb genommen wird. Gehe jeden Tag dieselbe feste Runde — außen, Motorraum, Fahrgastraum/Notausrüstung und zuletzt Dokumente und Fahrtenschreiber —, damit nichts vergessen wird. Der Leitfaden ist eine Checkliste; zulässige Profiltiefen, Bremsanforderungen und Mengen an Notausrüstung sind immer der Fahrzeugdokumentation und den geltenden Vorschriften zu entnehmen.

  1. Immer an derselben Stelle beginnen und dieselbe Richtung herum gehen

    Beginne an der Fahrertür und gehe im Uhrzeigersinn ganz um den Bus herum, sodass du jede Ecke in einer festen Reihenfolge passierst. Eine feste Routine ist der ganze Sinn: Gerade wenn man einen Punkt überspringt oder sich beeilt, schlüpfen Fehler durch. Nimm dir Zeit dafür — die Abfahrtskontrolle ist keine verschwendete Zeit, sie ist die billigste Sicherheit, die es gibt.

  2. Reifen: Profil, Druck und Schäden

    Prüfe alle Reifen auf Profiltiefe, richtigen Druck, sichtbare Schäden, Beulen und Fremdkörper und darauf, dass kein Reifen platt gefahren ist. Das absolute Minimum der Profiltiefe nach dem Færdselsloven beträgt 1,6 mm — verwende einen Profiltiefenmesser statt Augenmaß. Die zugelassenen Drücke stehen in den Fahrzeugunterlagen; erfinde sie nie.

    Profiltiefe (min.)1,6 mm

    Die Profiltiefe wird mit einem Tiefenmesser gemessen — 1,6 mm ist die absolute gesetzliche Untergrenze, kein Wert, bis zu dem man herunterfahren sollte.

  3. Licht und Blinker rundherum

    Prüfe Abblend- und Fernlicht, Standlicht, Blinker, Bremslichter, Rücklichter und Kennzeichenbeleuchtung. Bitte einen Kollegen, Bremse und Blinker zu betätigen, oder nutze eine spiegelnde Fläche/Scheibe, um das Heck selbst zu sehen. Defekte Beleuchtung muss vor der Fahrt behoben werden — hab Ersatzlampen/LED-Module dabei.

  4. Karosserie, Scheiben und Spiegel

    Achte darauf, dass Frontscheibe und Seitenscheiben intakt und sauber sind, dass alle Spiegel (und eventuelle Kameras) sauber und genau auf deine Sitzposition eingestellt sind und dass keine neuen Schäden oder losen Teile an der Karosserie vorhanden sind. Saubere, richtig eingestellte Spiegel sind dein wichtigster Schutz vor den toten Winkeln beim Ein- und Aussteigen.

  5. Leckage unter dem Bus

    Schau unter das Fahrzeug nach sichtbaren Leckagen von Öl, Kühlflüssigkeit, AdBlue oder Bremsflüssigkeit. Eine frische Pfütze unter dem Bus ist eine Warnung, die vor der Fahrt untersucht werden muss. Notiere immer Flecken, die gestern noch nicht da waren.

  6. Motorraum und Betriebsflüssigkeiten

    Prüfe den Motorölstand (am besten bei kaltem Motor), Kühlflüssigkeit, Scheibenwaschflüssigkeit und AdBlue-Tank (bei Euro-6-Dieselbussen mit SCR-Katalysator). Fülle nach Herstellerangaben nach. Läuft AdBlue leer, kann der Motor in den Notlauf gehen.

  7. Bremsen und Luftdruck

    Baue den Luftdruck auf und lies das Manometer im Vergleich zum vom Hersteller angegebenen Arbeitsdruck ab; prüfe, dass die Betriebsbremse funktioniert und dass die Handbremse/Feststellbremse den Bus hält. Achte auf Luftlecks. Baue immer den vollen Druck auf, bevor der Bus in Bewegung gesetzt wird.

  8. Notfallausrüstung in der Kabine

    Prüfe, dass der Feuerlöscher unter Druck steht, plombiert und innerhalb des Ablaufdatums ist, dass der Verbandkasten vollständig ist, dass Nothämmer/Glasbrecher sichtbar in ihren Halterungen an den vorgesehenen Scheiben sitzen und dass Warndreieck und Warnwesten an Bord sind. Der Feuerlöscher ist in allen Bussen Pflicht (BEK 1484/2025 § 22), der Verbandkasten im Gelegenheitsverkehr und auf Linien von mindestens 150 km (BEK 1487/2007 § 5), und das Warndreieck muss aufgestellt werden, wenn der Bus an einer gefährlichen Stelle hält (Straßenverkehrsgesetz § 31 Abs. 2).

    Der Nothammer ist nutzlos, wenn er weg ist, wenn du ihn brauchst — kontrolliere die Halterungen jeden Tag.

  9. Türen, Notausgänge und Gangfläche

    Prüfe, ob die Fahrgasttüren korrekt öffnen und schließen und sich von innen notöffnen lassen, ob Nottüren und Scheiben mit Nothämmern unverschlossen und frei zugänglich sind und ob der Gang frei von losem Inventar ist, das einen Fluchtweg versperren kann.

  10. Lift/Rampe und Rollstuhlausrüstung

    Hat der Bus Ausrüstung für Barrierefreiheit, prüfe Lift oder Klapprampe auf Funktion und achte darauf, dass sie sauber ist und funktioniert und dass 4-Punkt-Rückhaltesysteme und Fahrgastgurte intakt und vollständig sind. Ein Lift, der erst an der Haltestelle versagt, kann einem Fahrgast das Aussteigen unmöglich machen.

  11. Die Fahrerkarte einstecken und die richtige Aktivität wählen

    Stecke deine persönliche Fahrerkarte in den digitalen Tachografen und erfasse die korrekte Aktivität (Ruhe/andere Arbeit) aus dem vorherigen Zeitraum. Fahren ohne aktive Fahrerkarte ist ein Verstoß — auch wenn der Fahrtschreiber im Speicher des Geräts aufzeichnet.

    AnforderungVerordnung (EU) 165/2014
  12. Dokumente, Kalibrierung und Lenk-/Ruhezeiten

    Prüfe, ob Führerschein (Klasse D) mit Code 95, ärztliches Attest, Zulassungsbescheinigung und Versicherung gültig und im Bus sind, ob das Kalibrierungsdatum des Fahrtenschreibers auf dem Einbauschild gültig ist und ob du vor der Fahrt eine vorschriftsmäßige Ruhezeit hinter dir hast. Notiere eventuelle Fehler im Meldesystem des Fuhrunternehmens.

    Ein Bus mit einem verkehrsgefährdenden Mangel bleibt stehen — fahr nie mit etwas los, in dem du keine Fahrgäste haben möchtest.

Quelle

Erstellt nach den Anforderungen der Færdselsstyrelsen/des Færdselsloven an die laufende Kontrollpflicht des Fahrers, Verordnung (EU) 165/2014 (Fahrtenschreiber) und der Bus-Vorlage «Checkliste: tägliche Abfahrtskontrolle».

Videos von NDLA

Video-Anleitung· Ton auf Norwegisch

Daglig kontroll av buss

Quelle

NDLA

«Daglig kontroll av buss» · Fotograf: Øystein E. Johannessen

Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Original bei NDLA ↗

Unverändert in der Originalsprache mit den eigenen Untertiteln der Quelle gezeigt. Das Video zeigt die norwegische Praxis — die Methode ist oft dieselbe, aber Regeln und Normen können von den dänischen abweichen.

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