Mauersperrbahn als Feuchtesperre an Fundament und Sockel — zwei Lagen in der Hohlmauer, 150 mm über Gelände, 20° Neigung, und wie die Membran auch beim Radonschutz gemäß BR18 §332 eine Rolle spielt.
Einleitung
Die Feuchtigkeitssperre (Mauerpappe oder Membran) am Fundament ist die wichtigste Feuchtebarriere des Maurers: ohne sie zieht aufsteigende Bodenfeuchte durch Kapillarsaugen ins Mauerwerk. BR18 stellt Funktionsanforderungen an den Feuchteschutz, und die SBi-Anweisung 233 + Mur & Tag liefern die konkreten Anleitungen.
Lage und Breite
- 01Mindestens 150 mm über dem umgebenden Gelände — orientierendes Branchenmaß (BR18 stellt Funktionsanforderungen, keine feste Höhenkote).
- 02Breite an die Mauerdicke angepasst: die Lieferantenbreiten sind 5 / 11 / 15 / 20 / 30 cm.
- 03Bei zweischaligem Mauerwerk: zwei Lagen — die untere Lage in der vollen Breite/Länge des Fundaments, die obere Lage von der Vorderseite der Vormauerschale bis zur Rückseite der Hintermauerschale.
Obere Lage im zweischaligen Mauerwerk
- 01Wird mindestens zwei Schichten an der Rückwand hochgeführt.
- 02Gefälle mindestens 20° zur Vormauer — empfohlen, nicht gesetzlich vorgeschrieben.
- 03Nähte: Überlappung mindestens 100 mm, mit Bitumenkleber verklebt.
- 04Luftdicht an allen Durchdringungen.
Offene Stoßfugen = Entwässerungsöffnungen
Offene Stoßfugen (Entwässerungsöffnungen) werden direkt auf der Membran in der Vormauerschale angeordnet, sodass eventuelles Kondenswasser im Hohlraum abfließen kann. Die Entwässerungsöffnungen dürfen nicht durch Mörtelreste vom Aufmauern verstopft werden.
Radonfunktion (BR18 §332)
Das Gesamtbild: Feuchtigkeitsschutz unter Geländeoberkante
Die Sockelbahn im zweischaligen Mauerwerk ist nur ein Glied. Unter dem Gelände müssen Feuchte, Radon und Wasser in einer zusammenhängenden Kette beherrscht werden — von der Ringdränage ganz außen über die kapillarbrechende Schicht bis zur Abdichtung, die die Feuchtesperre des Fundaments mit der Radonsperre der Bodenplatte verbindet. Fällt ein Glied aus, finden Feuchte oder Radon trotzdem einen Weg.
Kapillarbrechende Schicht unter der Bodenplatte
Unter dem Boden wird eine kapillarbrechende Schicht aus groben, gewaschenen Materialien eingebaut — z. B. 16/32 mm Kies (oft ca. 150 mm) oder Blähton. Die groben Körner haben so große Poren, dass das Wasser nicht kapillar nach oben gesaugt werden kann. Die Schicht gehört auch zum Radonschutz, weil sie so luftoffen ist, dass bei Bedarf eine Radonabsaugung unter der Bodenplatte eingerichtet werden kann.
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