Das Decken mit Ton- und Betondachsteinen ist klassische Maurer-/Dachdeckerarbeit. Hier findest du den Dachaufbau von unten nach oben, den Lattabstand nach der Decklänge des Dachsteins, die Rolle des Unterdachs, Traufe und First — und warum die Sturmsicherung entscheidend ist.
Einleitung
Das Ziegeldach ist eine der ältesten Dachformen in Dänemark, und viele Maurer verlegen sowohl Ton- als auch Betondachsteine. Ein geneigtes Steindach funktioniert dadurch, dass jeder Stein über den nächsten greift, sodass Regen und Schmelzwasser nach außen und unten zur Dachrinne geleitet werden. Die Steine werden auf waagerechte Latten gehängt und befestigt, und darunter schützt ein Unterdach vor dem Wasser und dem Flugschnee, der trotzdem hindurchkommt. Das ist Präzisionsarbeit: Reihen im Lot und in der Flucht, dichte Überlappungen und ein First, der hält.
Produktnormen — DS/EN 1304 und DS/EN 490
Dachziegel sind CE-gekennzeichnete Bauprodukte. Tondachziegel (gebrannter Ton) werden nach DS/EN 1304 deklariert, Betondachsteine nach DS/EN 490. Die Eigenschaften — Maße, Tragfähigkeit, Frostbeständigkeit und Wasserdichtheit — stehen in der Leistungserklärung (DoP) des Produkts. Tondachziegel gibt es in vielen Formen: Biberschwanz, Falzziegel (mit Falzen/Rillen, die die Ziegel miteinander verriegeln), Mönch-und-Nonne-Ziegel und Krempziegel. Betondachsteine werden typischerweise als profilierte oder flache Steine geliefert.
Der Aufbau des Daches von unten nach oben
Ein modernes Ziegeldach ist ein geschichtetes System, in dem jede Schicht eine Aufgabe hat. Die Reihenfolge von unten nach oben ist entscheidend, sowohl für die Dichtheit als auch dafür, dass die Konstruktion austrocknen kann:
- 01Sparren/Dachkonstruktion — trägt das Dach und gibt die Neigung.
- 02Unterdach — die sekundäre Wassersperre unter den Ziegeln; leitet Wasser und Flugschnee, die vorbeikommen, in die Dachrinne.
- 03Konterlatte — entlang des Sparrens oben auf der Unterspannbahn; schafft einen belüfteten Spalt, damit Feuchtigkeit unter den Ziegeln austrocknen kann.
- 04Dachlatten — waagerechte Holzlatten quer über den Sparren; die Dachziegel werden an ihnen eingehängt und festgebunden.
- 05Dachziegel — die sichtbare, wasserabweisende Schicht, im Verband mit versetzten Stoßfugen verlegt (dasselbe Prinzip wie im Mauerwerk).
Dachneigung und Unterdach
Jeder Dachziegel hat eine Mindestdachneigung, bei der er noch verlegt werden kann und trotzdem dicht hält. Fällt die Neigung darunter, steigen die Anforderungen an das Unterdach. Die Art des Unterdachs wird daher nach Dachneigung, Ziegeltyp und danach gewählt, wie stark das Dach Schlagregen und Wind ausgesetzt ist. Die Mindestneigung und die nötige Unterdachklasse schlägt man beim Hersteller und in der Unterdachanleitung nach — sie sind nicht für alle Dächer gleich.
- 01Festes Unterdach (Bretter/Platten mit Bahnenware darüber) — für flache Neigungen und exponierte Dächer; am robustesten.
- 02Frei hängende Unterspannbahn — für größere Neigungen, bei denen die Anforderung milder ist.
- 03Diffusionsoffene gegenüber dampfdichter Unterdeckung — wird nach der Konstruktion gewählt; über der Unterdeckung ist ein belüfteter Spalt erforderlich, damit Feuchtigkeit austrocknen kann.
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