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Verputzen von Mauerwerk in Lagen

Untergrund, Vornässen, Spritzbewurf, Grundputz und Oberputz

Putz wird in Lagen auf einem vorbereiteten, schwach saugenden Untergrund aufgebaut: Spritzbewurf, Grobputz und Oberputz. Die Anleitung behandelt Anforderungen an den Untergrund, Vornässen, Lagendicken und Standzeit zwischen den Lagen. Die geometrische Putzmenge ist Fläche × Lagendicke — der tatsächliche Verbrauch in kg bzw. Säcken wird dem Datenblatt des Herstellers entnommen.

  1. Untergrund beurteilen und vorbereiten

    Der Untergrund muss sauber, fest, einigermaßen eben und frei von Fett und losen Partikeln sein und eine leichte Saugfähigkeit haben. Die Haftung wird vom Untergrund bestimmt — ein glatter, fettiger oder bröckelnder Untergrund muss ausgebessert werden, bevor du putzt.

  2. Untergrund vornässen

    Wässere den Untergrund mit einem Schlauch mit Sprühaufsatz vor und beginne, sobald die Oberfläche mattfeucht und leicht saugend ist. Ein stark saugender Untergrund entzieht dem Putz sonst das Wasser, sodass er nicht richtig erhärtet.

    Das Verputzen von Flächen, die vor Wasser glänzen, gelingt nicht — warte, bis die Oberfläche mattfeucht ist.

  3. Aushub auswerfen

    Trage zuerst einen Spritzbewurf (grobkörnige Haftschicht) mit einer Körnung von 0–4 mm auf. Der Spritzbewurf schafft den rauen Haftgrund, an dem die folgenden Putzlagen haften.

    Entwurf, Körnung0–4 mm
  4. Grobputz auftragen

    Trage die Grobputzlage in einer Dicke von normalerweise 8–12 mm auf und ziehe sie mit der Richtlatte plan ab. Der Grobputz richtet die Fläche aus und bildet den Untergrund für den Oberputz.

    Grobputz8–12 mm
  5. Körnungsregel einhalten

    Die Faustregel lautet, dass das größte Korn der Gesteinskörnung mindestens einem Drittel der Schichtdicke entsprechen muss. Eine zu dünne Schicht mit zu grobem Korn reißt die Oberfläche auf; zu feines Korn in einer dicken Schicht erhöht Schwinden und Rissgefahr.

    Getreide≥ ⅓ der Schichtdicke
  6. Unterputz vor dem Oberputz aushärten lassen

    Der Oberputz darf erst aufgetragen werden, wenn der Unterputz 1–5 Tage alt ist. Zu früh aufgetragener Oberputz auf einem nassen, nicht abgebundenen Unterputz haftet schlecht und reißt.

    Härten1–5 Tage vor dem Oberputz
  7. Den Oberputz dünn auftragen

    Trage den Oberputz/Feinputz in einer dünnen Lage auf die mattfeuchte, vorgenässte Grobputzlage auf und ziehe/glätte ihn in die Oberfläche ein. Der Oberputz bestimmt Feinheit und Aussehen der Oberfläche.

  8. Abziehen und nachbehandeln

    Ziehe ab und wähle das Finish nach Projekt — Bewurf, Schlämmen oder Filzen ergeben unterschiedliche Optik. Aushärtezeiten und Verbrauchswerte sind produktabhängig und richten sich nach den Angaben des Herstellers.

  9. Vom Volumen zu Säcken

    Berechne die geometrische Putzmenge als Fläche × durchschnittliche Schichtdicke (z. B. 20 m² × 12 mm = 0,24 m³ ≈ 240 L reines Schichtvolumen) und schlage deinen eigenen Schwund-/Verlustzuschlag auf. Rechne über die Verbrauchsangabe des Lieferanten in Säcke um — typischerweise kg pro m² pro mm Schicht.

    Beispiel20 m² × 12 mm ≈ 240 L

Quelle

Erstellt nach Discebo-Maurer «Verputzen — Schichtdicke, Untergrund und Verbrauch» + dem Putzschicht-Rechner; Mur & Tag (mur-tag.dk/udfoerelse/overfladebehandling/tykke-pudslag-udfoerelse).

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