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Reifen- und Radkontrolle

Luftdruck, Profiltiefe, Schäden und Radbolzen

Die Reifen sind dein einziger Kontaktpunkt zur Straße, und ein beschädigter oder überlasteter Reifen kann Bremsweg kosten oder zum Schleudern führen. Hier ist die gründliche Reifen- und Radkontrolle, die du zusätzlich zur täglichen Prüfung machen kannst.

  1. Reifendruck im kalten Zustand prüfen

    Miss den Druck mit einem Reifendruckprüfer, während die Reifen kalt sind, und vergleiche mit dem Datenaufkleber/der Betriebsanleitung des Fahrzeugs. Der Druck variiert je nach Achse und Last — verwende immer die Werte des Herstellers, keine Schätzung. Zu niedriger Druck führt zu Überhitzung und erhöhtem Rollwiderstand.

    Schlage den korrekten Druck in den Fahrzeugdaten nach — es ist nicht ein fester Wert für alle Achsen.

  2. Profiltiefe messen

    Miss im breiten Hauptprofil (die mittleren Rillen, die ca. ¾ der Lauffläche abdecken). Für Fahrzeuge über 3.500 kg, die schneller als 40 km/h fahren können, liegt die gesetzliche Anforderung seit dem 1. Juli 2025 bei mindestens 1,6 mm (vorher 1,0 mm). Neue Reifen haben typischerweise 7–8 mm.

    Gesetzliche Anforderungmind. 1,6 mm (ab 1.7.2025)Neuer Reifenca. 7–8 mm
  3. Auf Schäden und Verschleißbild prüfen

    Prüfe auf sichtbares Gewebe, Beulen, Risse, Schnitte und Fremdkörper. Ungleichmäßiger Verschleiß quer über den Reifen kann auf falsche Radstellung, Unwucht oder ein Bremsproblem hinweisen — nicht nur auf normalen Verschleiß.

  4. Radmuttern und Nachziehen prüfen

    Prüfe, ob alle Radmutter-Markierungen fluchten. Eine verdrehte Markierung bedeutet, dass sich die Mutter gelöst hat — halte sofort an und ziehe mit dem Drehmomentschlüssel auf das vorgeschriebene Anzugsmoment des Fahrzeugs nach. Nach einem Radwechsel müssen die Muttern nach den ersten Kilometern nachgezogen werden.

    Das Anzugsdrehmoment steht in den Fahrzeugdaten — verwende einen Drehmomentschlüssel, nicht dein Gefühl.

  5. Ventile und Muttern prüfen

    Prüfe, dass die Ventilkappen aufgesetzt sind, keine Luft entweicht und Radmuttern und Felgen intakt sind. Bei Zwillingsbereifung: Kontrolliere, dass keine Steine oder Gegenstände zwischen den Reifen eingeklemmt sind.

  6. Tragfähigkeit des Reifens mit der Achslast abgleichen

    Die zulässige Belastung des Reifens wird über den Lastindex (LI) auf der Reifenflanke abgelesen (die Tabelle nach ECE R 54 übersetzt den LI in kg pro Reifen). Verteilt auf die Anzahl der Räder muss die Achslast unter der gesamten Tragfähigkeit der Reifen bleiben — nutze den Rechner «Reifentragfähigkeit vs. Achslast», um die Reserve zu prüfen.

    Verwende den Discebo-Rechner «Reifentragfähigkeit» und lies den LI von der Reifenflanke ab — codiere niemals eine Tragfähigkeit fest.

  7. Reserverad und Werkzeug prüfen

    Ist ein Reserverad vorhanden, muss es korrekt befestigt und fahrbereit sein. Prüfe, ob Wagenheber und Radschlüssel/Drehmomentschlüssel vorhanden und funktionsfähig sind.

  8. Befunde notieren

    Notiere Druckwerte, Profiltiefen und eventuelle Schäden. Ein Reifen nahe der Grenze sollte zum Austausch eingeplant werden, bevor er die gesetzliche Grenze erreicht — damit du nicht auf einer Tour mit einem unzulässigen Reifen angehalten wirst.

Quelle

Erstellt nach der Anleitung der Færdselsstyrelsen zu Reifen (Profiltiefe) sowie dem Lkw-Rechner «Reifentragfähigkeit» (ECE R 54) hier auf Discebo.

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