Zum Inhalt springen
← Techniken

Richtige Dosierung von Konzentrat

Vom Mischungsverhältnis 1:X zu ml Konzentrat im Eimer

Die richtige Dosierung betrifft Wirtschaftlichkeit, Umwelt und Ergebnis zugleich: Zu wenig ergibt eine schlechte Reinigung, zu viel kostet Geld, hinterlässt Filme und belastet die Umwelt. Die Anleitung zeigt, wie du vom Verdünnungsverhältnis 1:X auf dem Etikett zur genauen Anzahl ml Konzentrat im Eimer kommst.

  1. Dosierung auf dem Etikett nachlesen — nie raten

    Das richtige Verdünnungsverhältnis steht immer auf dem Etikett oder in der Gebrauchsanweisung des Produkts, z. B. 1:50. Die Dosierung hängt vom Produkt und von der Aufgabe ab (Unterhaltsreinigung vs. Grundreinigung), deshalb lässt sie sich nicht in einer allgemeinen Tabelle nachschlagen — sie wird am konkreten Produkt abgelesen.

    Die Dosierung steht immer auf dem Etikett. Erfinde nie ein Verhältnis.

  2. Auf die Auslegung von 1:X achten

    «Gesamtvolumen» (in der Praxis am weitesten verbreitet) bedeutet 1 Teil Konzentrat in X Teilen fertiger Gebrauchslösung → ml pro Liter = 1000 ÷ X. «Additiv» (chemisch korrekt) bedeutet 1 Teil Konzentrat + X Teile Wasser → 1000 ÷ (X+1). Additive Produkte ergeben etwas niedrigere ml-Werte — folge immer dem Etikett.

    Gesamtvolumen1000 ÷ X ml/LAdditiv1000 ÷ (X+1) ml/L
  3. ml Konzentrat pro Liter berechnen

    Teile 1000 durch X. Bei 1:50 ergibt das 1000 ÷ 50 = 20 ml Konzentrat pro Liter Gebrauchslösung. Das ist die Menge, die du für jeden Liter Wasser in den Eimer geben musst.

    Beispiel 1:5020 ml/L
  4. Auf das Eimervolumen hochrechnen

    Multipliziere ml pro Liter mit der Anzahl Liter im Eimer. Bei 20 ml/L in einem 10-Liter-Eimer: 20 × 10 = 200 ml Konzentrat, der Rest (≈ 9,8 L) ist Wasser. Verwende den Dosierrechner von Discebo, wenn du die Zahlen automatisch haben willst.

    10-L-Eimer @ 1:50200 ml KonzentratWasser≈ 9,8 L
  5. Zuerst Wasser einfüllen, dann Konzentrat

    Fülle zuerst Wasser in den Eimer und gib dann das Konzentrat dazu. Das verringert Schaumbildung und Spritzer von unverdünntem Konzentrat auf Haut und Augen. Trage bei Nassarbeiten Handschuhe — besonders bei saurer oder alkalischer Chemie.

    Erst Wasser, dann Konzentrat — weniger Schaum und weniger Spritzer.

  6. Dosiergerät für Präzision verwenden

    Messbecher, Dosierpumpe oder ein festes Zentraldosiersystem ergeben jedes Mal dieselbe Dosierung und verhindern Fehldosierung «nach Augenmaß». Eine Zentraldosieranlage mischt beim Zapfen automatisch und spart sowohl Chemie als auch Verpackung.

  7. Referenztabelle (Gesamtvolumen, 10-L-Eimer)

    Zur schnellen Kontrolle: 1:10 = 100 ml/L (1 L), 1:20 = 50 ml/L (500 ml), 1:50 = 20 ml/L (200 ml), 1:100 = 10 ml/L (100 ml), 1:200 = 5 ml/L (50 ml). Die Tabelle ist reine Verhältnisrechnung — verbindlich ist weiterhin die Angabe auf dem Etikett.

    1:10100 ml/L1:10010 ml/L1:2005 ml/L
  8. Umweltobergrenze im Blick behalten

    Ist das Unternehmen mit dem Svanemærket zertifiziert, darf der Chemieverbrauch max. 300 µl Reinigungsmittel pro gereinigtem m² betragen (Svanemærket rengøringsservice v4). Eine genaue Dosierung mit Messgerät oder Dosiersystem ist Voraussetzung, um unter der Obergrenze zu bleiben.

    Nordisches Umweltzeichen v4max. 300 µl/m²

Quelle

Erstellt nach Discebos Dosier-Vorlage und -Rechner (Gesamtvolumen-Auslegung geprüft gegen Skumtøsen/NorthClean) sowie Svanemærket Kriterium 076 (v4).

Zurück und weiter