Die Wasserhärte, die Kalkausfällung beim warmen Brauchwasser, Enthärtungsanlagen, Partikelfilter und die Qualität des Füllwassers in geschlossenen Heizungsanlagen (VDI 2035) sind tägliche Sanitärarbeit. Hier fassen wir zusammen, wie die Wasserqualität die Installation beeinflusst — und was man dagegen tut.
Einleitung
Wasser ist nicht einfach Wasser. Sein Gehalt an Kalk, Sauerstoff und Partikeln entscheidet darüber, ob eine Installation verkalkt, korrodiert oder versandet. Bei der Wasseraufbereitung geht es darum, das Wasser so anzupassen, dass es die Anlage, in der es fließt, nicht zerstört — sowohl auf der Trinkwasserseite als auch in geschlossenen Heizungsanlagen.
Die Wasserhärte (°dH)
Die Härte ist ein Maß für den Gehalt des Wassers an Calcium und Magnesium und wird in Dänemark in deutschen Härtegraden, °dH, angegeben. Je härter das Wasser, desto mehr Kalk kann ausfallen. Die Härte schwankt geografisch mit dem Grundwasser: Westjütland hat in der Regel weicheres Wasser, während Seeland und die östlichen Gegenden oft hartes bis sehr hartes Wasser haben. Der örtliche Wert lässt sich auf der Wasserhärtekarte von GEUS oder beim Wasserwerk nachschlagen.
| Bezeichnung | Härte (°dH) |
|---|---|
| Sehr weich | 0–4 |
| Weich | 4–8 |
| Mittelhart | 8–12 |
| Ziemlich hart | 12–18 |
| Hart | 18–30 |
| Sehr hart | über 30 |
Die Einteilung oben ist die übliche °dH-Klassifikation, die unter anderem GEUS und die Wasserwerke zur Beschreibung dänischen Trinkwassers verwenden; die konkrete Grenze, ab der eine Enthärtung empfohlen wird, hängt von der Anwendung und der örtlichen Praxis ab. (Quelle: GEUS — Karte der Wasserhärte Dänemarks; dänische Trinkwasserverordnung — orientierende Klassifikation.)
Kalkausfällung bei warmem Wasser
Kalk (Calciumcarbonat) fällt umso eher aus, je wärmer das Wasser ist. Deshalb kommt es genau an den warmen Flächen zur Verkalkung: im Warmwasserspeicher, am Heizstab, im Wärmetauscher und im Durchlauferhitzer. Die Ausfällung nimmt bei hohen Temperaturen richtig Fahrt auf, und eine Kalkschicht auf einer Heizfläche wirkt isolierend — sie senkt die Wärmeleistung, erhöht den Energieverbrauch und kann im schlimmsten Fall enge Kanäle und Armaturen zusetzen.
Enthärtung
Eine Enthärtungsanlage entfernt die Härte durch Ionenaustausch: Das Wasser wird durch einen Behälter mit Ionenaustauschermasse geleitet, die Calcium- und Magnesium-Ionen gegen Natrium tauscht. Ist die Masse gesättigt, wird sie automatisch mit einer Salzlösung regeneriert (daher der Salztank). Das Ergebnis ist weicheres Wasser, das weniger Kalk ausfällt — zum Nutzen von Speicher, Wärmeübertrager und Armaturen.
- 01Die Enthärtung reduziert Kalk, führt aber Natrium zu und entfernt Mineralien — deshalb wird Trinkwasser nicht unbegrenzt enthärtet. Manche Wasserwerke enthärten zentral auf ein vernünftiges Niveau statt auf ganz weiches Wasser.
- 02Anlagen zur Enthärtung müssen Anforderungen an Materialien und Hygiene erfüllen (u. a. DS/EN 14743 für Ionenaustauschanlagen und Materialverträglichkeit nach DS 439:2024).
- 03Eine Enthärtungsanlage ist eine Installation mit stehendem Wasser und Salz — sie muss gewartet werden, damit sie nicht selbst zu einem Hygieneproblem wird.
Filtration
Partikel — Sand, Rost, Zunder — verschleißen Armaturen, Ventile und Dichtungen und können sich in Thermostatventilen und Magnetventilen festsetzen. Ein Partikel-/Feinfilter am Hausanschluss fängt sie ab, bevor sie die Installation erreichen. Filter müssen sich reinigen oder austauschen lassen, und die Feinheit (Maschenweite) wird danach gewählt, was geschützt werden soll. Bei ausgesetzten Installationen werden Filter und eine eventuelle Enthärtung am Hausanschluss kombiniert.
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